Was ist ein metabolisches Syndrom?

Die Kombination aus verminderter Insulinwirkung, gestörtem Fettstoffwechsel, Bluthochdruck und stammbetonter Fettsucht bezeichnet man als metabolisches Syndrom. Wesentliches Merkmal des metabolischen Syndroms ist die Insulinresistenz. Die Wirksamkeit des Insulins an den insulinsensiblen Organen ist herabgesetzt.

Muskulatur: verminderte Glucoseverstoffwechslung 
Leber: verminderte Zuckeraufnahme, erhöhte Zuckerproduktion 
Fettstoffwechsel: Störung im Fettstoffwechsel mit Erhöhung des Cholesterins, des LDL-Cholesterins, der Triglyzeride, Erniedrigung des HDL-Cholesterins. 

Patienten mit einem metabolischen Syndrom haben ein sehr hohes Risiko, an einem Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Zusätzlich ist das metabolische Syndrom der wesentliche Risikofaktor für Herz- und Kreislauferkrankungen.

Möglichkeiten zur Verhinderung von Diabetes mellitus Typ 2

Diabetespräventionsstudien (Studien zur Verhinderung von Diabetes Typ 2 bei metabolischem Syndrom) haben gezeigt, dass Diabetes mellitus Typ 2 verhindert oder das Auftreten der Erkrankung zumindest um Jahre verzögert werden kann. Voraussetzung hierzu ist eine Änderung des Lebensstils der betroffenen Patienten. Lebensstilveränderung heisst Umstellung der Ernährung mit dem Ziel der Gewichtsabnahme und Umsetzung eines Bewegungsprogrammes (möglichst tägliche körperliche Aktivität in moderater Form wie z.B. schnelles Gehen 30 min täglich). Änderungen des Lebensstils sind wirksamer in der Verhinderung des Diabetes als alle hierzu bisher eingesetzten Medikamente.

In Studien haben sich folgende Medikamente hinsichtlich einer Diabetesprävention als nützlich erwiesen: Metformin, Glucobay und die Gruppe der Angiotensinrezeptorblocker (blutdrucksenkendes Medikament der neueren Generation).